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Coronavirus aktuell

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf der Seite des Kultusministeriums unter folgendem Link

Aktuelle Regelungen für den Unterricht an bayerischen Schulen im Schuljahr 2021/22

Oberstes Ziel für dieses Schuljahr ist durchgehender Präsenzunterricht bei einem hohen Sicherheitsstandard. In so gut wie allen gesellschaftlichen Bereichen entfällt die Sieben-Tage-Inzidenz als Kriterium für Einschränkungen; stattdessen wird eine neue Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems eingeführt. Die Regelungen zum Wechselunterricht ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 entfallen daher ersatzlos. Somit bleibt es an den Schulen auch jenseits einer Inzidenz von 100 beim Präsenzunterricht ohne Mindestabstand. Einzelanordnungen des jeweiligen Gesundheitsamts sind allerdings weiterhin möglich.

Die aktuellen Kennzahlen für Bayern finden Sie auf der Seite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Die aktuellen Inzidenzzahlen finden Sie hier: Stadt Erlangen / Landratsamt Erlangen-Höchstadt

Testobliegenheit:

Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 gilt weiterhin die Testobliegenheit. Die PCR-Pooltestungen finden im gewohnten Rhythmus statt. Aufgrund der derzeitigen Infektionslage wird ab dem 29. November 2021 am Montagmorgen zu Unterrichtsbeginn ein zusätzlicher Selbsttest durchgeführt – unabhängig davon, ob in der jeweiligen Klasse bzw. Lerngruppe an diesem Tag eine PCR-Pooltestung stattfindet oder nicht.

Ansonsten gilt weiterhin, dass Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht nur teilnehmen dürfen, wenn sie einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben. Dies gilt ab dem 10. Januar 2022 auch für geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler einschließlich der Schülerinnen und Schüler, die bereits eine Drittimpfung („Booster“) erhalten haben.

Ein negatives Testergebnis kann erbracht werden

  • in der Grundschule durch einen PCR-Pool-Test („Lollitest“), der unter Aufsicht in der Schule durchgeführt wird,
  • in den weiterführenden Schulen durch einen Selbsttest, der ebenfalls unter Aufsicht in der Schule durchgeführt wird, oder
  • durch einen PCR-Test, der vor höchstens 48 Stunden von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde (Vorlage 2x pro Woche),
  • oder einen POC-Antigen-Schnelltest, der vor höchstens 24 Stunden von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde (Vorlage 3x pro Woche).

Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht als Nachweis nicht aus.

In der Grundschule werden zwei Mal pro Woche ein PCR-Pool-Test („Lollitest“) durchgeführt. Bis die PCR-Pooltests anlaufen, wird drei Mal pro Woche mittels Selbsttest getestet. Die Selbsttests an den weiterführenden Schulen werden pro Person dreimal pro Woche durchgeführt. Die Abgabe einer ausdrücklichen Einverständniserklärung durch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten (bzw. durch volljährige Schülerinnen und Schüler) ist nicht erforderlich.

Ergibt eine PCR-Pooltestung in Grundschulen ein positives Ergebnis, werden sowohl die Schule als auch die Erziehungsberechtigten noch am Abend desselben Tages über eine landesweit einheitliche digitale Schnittstelle informiert. Alle Schülerinnen und Schüler des Pools gelten als Verdachtspersonen gemäß Nr. 1.2 b AV Isolation und unterliegen einer Quarantänepflicht, bis die Rückstellproben des Pools ausgewertet sind (in der Regel bis 6 Uhr des Folgetags). Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die in der Rückstellprobe ein negatives Testergebnis erhalten, dürfen die Schule wieder besuchen. Die positiv getestete Person ist zur Isolation verpflichtet; das Gesundheitsamt nimmt Kontakt auf und beginnt zudem mit der Ermittlung enger Kontaktpersonen. Ist die Auswertung einer Poolprobe z. B. aus technischen oder logistischen Gründen nicht möglich, erfolgt am nächsten Schultag ersatzweise eine Individualtestung der betroffenen Schülerinnen und Schüler mittels Selbsttest.

Wenn ein Schüler bzw. eine Schülerin nicht an den Selbsttests in der Schule teilnehmen soll und auch kein alternatives negatives Testergebnis vorgelegt werden kann, muss dies der Schule mitgeteilt werden. Ein Schulbesuch ist dann nicht möglich.

Auch Lehrkräfte und sonstiges schulisches Personal sind gehalten, regelmäßig Testungen vorzunehmen.

Weitere Informationen zu den PCR-Pooltests finden Sie hier, zu den Selbsttests an Schulen hier und zu den Testmöglichkeiten kostenloser Tests hier.

Vom Erfordernis eines negativen Testergebnisses ausgenommen sind

  • Lehrkräfte und an der Schule arbeitende Personen, die vollständig gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff geimpft sind, über einen Impfnachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache oder in einem elektronischen Dokument verfügen und bei denen seit der abschließenden Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind (geimpfte Personen), oder
  • Lehrkräfte und an der Schule arbeitende Personen, die über einen Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache oder in einem elektronischen Dokument verfügen, wenn die zugrundeliegende Testung mittels PCR-Verfahren erfolgt ist und mindestens 28 Tage, höchstens aber drei Monate zurückliegt (genesene Personen),
  • und die jeweils keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aufweisen
  • und bei denen keine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen ist.

Als Nachweis für eine vollständige Impfung dient der Impfausweis oder die Impfbescheinigung. Als Nachweis einer überstandenen SARS-CoV-2-Infektion kann beispielsweise der Bescheid des Gesundheitsamts zur Isolationsanordnung nach positiver PCR-Testung in Verbindung mit einem negativen Testnachweis bei Entisolierung herangezogen werden. Allerdings ist eine Nutzung der an der Schule vorhandenen Selbsttests auch für geimpfte und genesene Lehrkräfte und an der Schule arbeitende Personen möglich.

Maskenpflicht:

Ab dem 08. November 2021 gilt laut Beschluss des Ministerrats gilt an den Schulen in Bayern wieder auch während des Unterrichts, während sonstiger Schulveranstaltungen und der MittagsbetreuungMaskenpflicht. Diese Maskenpflicht besteht auch am Sitzplatz, auch wenn zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Schülerinnen und Schülern gewahrt wird. Ziel dieser erweiterten Maskenpflicht ist es, einen zusätzlichen Sicherheitspuffer zu schaffen und den Eintrag von Infektionen aus dem privaten Bereich in die Schulen zu minimieren.

Ansonsten besteht – wie bisher – im Inneren des Schulgebäudes außerhalb des Unterrichts (z. B. auf den Gängen und im Treppenhaus) die Maskenpflicht für alle Personen (für Lehrkräfte ein MNS) fort. Im Außenbereich der Schule (z. B. auf dem Pausenhof) muss keine Maske getragen werden. 

Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit. Diese Glaubhaftmachung erfolgt bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung, die die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbildes (Diagnose), den lateinischen Namen oder die Klassifizierung der Erkrankung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befreiung der Tragepflicht ergibt, enthält. Es muss konkrete und nachvollziehbare Angaben enthalten, um der Schulleitung eine Überprüfung der tatbestandlichen Voraussetzungen zu ermöglichen. Ein „Attest“, das augenscheinlich nur formblattmäßig und ohne persönliche Untersuchung von einem nicht ortsansässigen Arzt ausgestellt wurde und bei dem die konkreten Umstände den Verdacht nahelegen, dass es sich um eine aus sachfremden Gründen ausgestellte Bescheinigung handelt, reicht zur Glaubhaftmachung nicht aus.

Basierend auf einer Neubewertung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden die Anforderungen an eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung aus infektionshygienischer Sicht wie folgt präzisiert: Neben dem direkten Schutz gegen Tröpfchen muss auch eine Reduzierung von Aerosolen gewährleistet sein. Aerosole werden nicht nur beim Sprechen, sondern auch schon beim Atmen freigesetzt. Da sie deutlich kleiner als Tröpfchen sind, ist es besonders wichtig, dass die Mund-Nasen-Bedeckung dicht an der Haut anliegt, um auch eine Freisetzung an der Seite oder nach unten zu minimieren. Deshalb ist eine Mund-Nasen-Bedeckung eine an den Seiten eng anliegende, Mund und Nase bedeckende, textile Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln und Aerosolen durch Atmen, Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie. Aufgrund des Ausbreitungsverhaltens von Aerosolen ist eine lückenhafte Abdeckung nicht ausreichend, denn nur mittels einer eng an der Haut anliegenden Mund-Nasen-Bedeckung wird eine seitliche oder aufwärtsgerichtete Freisetzung dieser potentiell infektiösen Luftgemische bestmöglich eliminiert. Klarsichtmasken aus Kunststoff, auch wenn sie eng anliegen, entsprechen diesen Vorgaben an eine Mund-Nasen-Bedeckung regelmäßig nicht und sind den Visieren damit quasi gleichgestellt.

Für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 5 gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („MNS“, sog. „OP-Maske“). Anderen, nicht an der Schule tätigen Personen, sowie den Schülerinnen und Schülern der Grundschule wird auf dem Schulgelände das Tragen einer OP-Maske empfohlen.

Wird einer Verpflichtung zum Tragen einer MNB, nicht nachgekommen, soll die Schulleiterin oder der Schulleiter die Person des Schulgeländes verweisen. Für Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgangsstufen ist bis zum Eintreffen eines Erziehungsberechtigten die Aufsicht sicherzustellen; eine Teilnahme am Unterricht, den schulischen Ganztagsangeboten bzw. der Mittagsbetreuung ist grundsätzlich nicht möglich. Die jeweiligen Erziehungsberechtigten müssen dafür sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler der Maskenpflicht nachkommen.

Weitere Informationen hierzu können Sie im aktuellen Rahmen-Hygieneplan (RHP) für Schulen nachlesen.

Weitere Regelungen des gültigen RHP:

Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder entsprechende Symptome aufweisen oder einer Quarantänemaßnahme unterliegen, dürfen die Schule nicht betreten.

Es findet grundsätzlich inzidenzunabhängig Präsenzunterricht ohne Mindestabstand von 1,5 m statt. Die Kreisverwaltungsbehörden oder eine ihnen übergeordnete Behörde können aus Gründen des Infektionsschutzes weitergehende oder ergänzende Anordnungen treffen. Die Schulen haben ein Schutz- und Hygienekonzept auf Grundlage eines vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus zur Verfügung gestellten Hygieneplans erstellt. Dieses Schutz- und Hygienekonzept enthält Maßnahmen, durch die z.B. Vorgaben der persönlichen Hygiene, der Raumhygiene oder des Tragens einer MNB geregelt sind. Wo immer es im Schulgebäude möglich ist, soll generell auf einen Mindestabstand von 1,5 m geachtet werden, u. a. auf den Verkehrs- und Begegnungsflächen (in den Fluren, Treppenhäusern, Pausenflächen), beim Pausenverkauf und im Sanitärbereich sowie bei Besprechungen und Versammlungen.

Folgende Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind zu beachten:

  • regelmäßiges Händewaschen (Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden)
  • Abstandhalten (mindestens 1,5 m), soweit dieser Rahmenhygieneplan keine Ausnahmen vorsieht
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette (Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch)
  • Verzicht auf Körperkontakt (z. B. persönliche Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln), sofern sich der Körperkontakt nicht zwingend aus unterrichtlichen oder pädagogischen Notwendigkeiten ergibt
  • Vermeidung des Berührens von Augen, Nase und Mund
  • Mindestens alle 45 min ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten (mindestens 5 min) vorzunehmen. Sofern der CO2-Grenzwert nicht mit CO2-Ampeln oder Messgeräten überprüft wird, ist grundsätzlich alle 20 min eine zusätzliche Stoßlüftung bzw. Querlüftung vorzunehmen.

Partner- und Gruppenarbeit im Rahmen der Klasse ist möglich. Hierbei ist auf eine möglichst konstante Gruppenzusammensetzung zu achten.

Sportunterricht kann unter Beachtung der Auflagen des Infektionsschutzes und der Hygieneregeln durchgeführt werden. Eine Sportausübung muss seit dem 25. November 2021 wieder mit MNB bzw. MNS erfolgen und ein Mindestabstand von 1,5 m unter allen Beteiligten möglichst eingehalten werden. Der Sportunterricht ist daher dementsprechend zu gestalten. Eine Sportausübung im Freien ist zu bevorzugen, soweit die Witterungsbedingungen eine Betätigung im Freien erlauben, auch hier ist auf den Mindestabstand zu achten. Die Gestaltungsmöglichkeiten zur Sportausübung ohne Körperkontakt sollten ausgeschöpft werden. Dies gilt auch für den Schwimmunterricht, der jedoch grundsätzlich durchgeführt werden kann.

Für den Musikunterrricht gilt ab dem 25. November 2021:

  • Unterricht im Blasinstrument und Gesang ist derzeit ausschließlich in Form von Einzelunterricht zulässig, dabei ist auf das Einhalten eines möglichst großen Abstands zu achten.
  • Singen sowie das Spielen auf Blasinstrumenten ist in Gruppen bis auf Weiteres nicht möglich.
  • Das Singen eines kurzen Liedes im Klassenverband mit Maske ist weiterhin möglich.

Für die Durchführung von mehrtägigen Schülerfahrten gilt ab dem 10. Januar 2022, dass geplante bzw. gebuchte mehrtägige Schülerfahrten fortgesetzt im Zeitraum bis zu den Osterferien abzusagen. Für Buchungen für die Zeit nach den Osterferien müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Zunächst ist ein intensiver Austausch der Schulfamilie (insbesondere unter Einbezug der jeweiligen betroffenen [volljährigen] Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte) erforderlich, ob die angedachte Fahrt durchgeführt werden soll.
  • Die Teilnahme an etwaigen mehrtägigen Schülerfahrten ist für die betroffenen Schülerinnen und Schüler freiwillig. Die Schulbesuchspflicht für nichtteilnehmende Schülerinnen und Schüler bleibt unberührt.
  • Vor Antritt der Fahrt ist durch die jeweilige Schule zusammen mit den beteiligten Leistungserbringern (z. B. Transportunternehmen, Beherbergungsanbietern, Reiseveranstaltern) abzuklären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Anreise und Übernachtung möglich und mit den geltenden – insbesondere infektionsschutzrechtlichen – Vorgaben am Ausgangs- sowie Zielort vereinbar ist; dies schließt ggf. erforderliche Abstimmungen mit den örtlichen Gesundheitsbehörden ein.
  • Im Anschluss ist nochmals in der Schule abzustimmen, ob unter den bestehenden Hygienevorgaben eine Fahrt durchführbar bzw. sinnvoll erscheint.

Wie schon in früheren Schreiben mitgeteilt, kann kein Ersatz für etwaig entstehende Stornierungskosten durch den Freistaat gewährt werden.

Notbetreuung

Für Kinder, für die sonst keine Betreuungsmöglichkeit besteht, bieten die Schulen im Rahmen der zur Verfügung stehenden organisatorischen und personellen Kapazitäten bis auf Weiteres eine Notbetreuung an.

In die Notbetreuung aufgenommen werden können grundsätzlich – soweit das Infektionsgeschehen es zulässt –

  • Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6,
  • Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder entsprechender Beeinträchtigung, die eine Betreuung notwendig macht,
  • Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigte Anspruch auf Hilfen
    zur Erziehung nach den §§ 27 ff. des Achten Sozialgesetzbuches haben, und
  • Schülerinnen und Schüler, deren Teilnahme an der Betreuung das Jugendamt
    angeordnet hat.

Der Schule ist für die Teilnahme eine kurze, formlose Begründung des Betreuungsbedarfes vorzulegen.

Regelungen bei Corona-Fällen oder Krankheitssymptomen:

Bei Auftreten einzelner bestätigter Corona-Fälle innerhalb einer Klasse bzw. innerhalb einer Schule gilt Folgendes:

  • Bei einem mittels PCR-Test bzw. Test mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik positiv getesteten Person in einer Klasse werden – soweit infektiologisch vertretbar – grundsätzlich nicht mehr automatisch alle Schülerinnen und Schüler als enge Kontaktpersonen eingestuft und müssen somit auch nicht mehr 14 Tage Quarantäne einhalten. Unverändert muss sich zunächst die positiv getestete Person in Isolation begeben. Für die Mitschülerinnen und -schüler prüfen die Gesundheitsämter unter Beachtung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts die Situation und ordnen nur noch für jene Personen Quarantäne an, die unmittelbaren und ungeschützten (ohne Maske) Kontakt mit der positiv getesteten Person hatten (u. U. der Sitznachbar). Dabei werden die jeweiligen Umstände vor Ort berücksichtigt (wie etwa Lüften und Luftreinigungsgeräte). Bis zur Entscheidung des Gesundheitsamts, wer als enge Kontaktperson einzustufen ist, besuchen die negativ getesteten Mitschülerinnen und Mitschüler weiterhin die Schule. Sollte allerdings mehr als ein positiver Fall in einer Klasse nachgewiesen werden und dieser auf den Kontakt in der Schule zurückzuführen sein, ist dies als Ausbruch zu werten und kann auf Anordnung des Gesundheitsamts die gesamte Klasse in Quarantäne gesetzt werden. Auch in diesem Fall gehen die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse vorerst weiter in die Schule, bis das Gesundheitsamt eine entsprechende Quarantäneanordnung erlässt.
  • Bei positiv getesteten Personen endet die Isolation gemäß der AV Isolation in der Fassung der Änderungsbekanntmachung vom 14.01.2022 (Az. G51s-G8000-2022/44-45) bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 10 Tage nach Erstnachweis des Erregers, bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 10 Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden. In beiden Fällen muss zur Beendigung der Isolation zusätzlich eine frühestens an Tag 7 durchgeführte Testung (Nukleinsäuretest oder Antigentest, durchgeführt durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person) ein negatives Ergebnis aufweisen. Das Ende der Isolation wird jeweils wirksam mit der Übermittlung des negativen Testergebnisses an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, sofern diese nicht im Einzelfall eine abweichende Entscheidung trifft.
  • Im Falle einer Quarantäneanordnung endet die Quarantäne für Kontaktpersonen zehn Tage nach einem engen Kontakt mit einer infizierten Person, frühestens jedoch nach fünf Tagen für Schülerinnen und Schüler und nach sieben Tagen bei Lehrkräften und sonstigen an der Schule tätigen Personen bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses, erbracht durch einen PCR-Test bzw. einen Test mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik oder einen durch medizinische Fachkräfte oder vergleichbare, hierfür geschulte Personen durchgeführten Antigentest außerhalb der Schule („Freitestung“). Bis zum Tag 14 nach dem engen Kontakt mit dem Infizierten sollte auch nach vorzeitigem Quarantäneende ein Selbstmonitoring fortgesetzt werden; die Gesundheitsämter unterrichten die Betroffenen darüber. Bei Auftreten von COVID-19-Symptomen in dieser Zeit ist umgehend das Gesundheitsamt zu informieren, das über das weitere Vorgehen entscheidet.
  • Die übrigen Schülerinnen und Schüler, die nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft wurden, dürfen weiterhin zur Schule kommen, unterliegen aber zunächst einem intensivierten Testregime (in Grund- und Förderschulen zwei reguläre Pool-PCR-Tests pro Woche und ein weiterer Selbsttest an Tag 5 nach engem Kontakt, für den Fall, dass an Tag 5 kein Pooltest vorgesehen ist; in weiterführenden Schulen tägliche Selbsttests für fünf Schultage bzw. jeweils entsprechende negative Testnachweise nach Testungen außerhalb der Schule, an-schließend Rückkehr zum regulären Testregime). In diese intensivierten Testungen nach einem Infektionsfall in einer Klasse werden – anders als beim regulären Testregime – auch vollständig geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler einbezogen, die an den regulären seriellen Testungen nicht teilnehmen. Auch sie sollten über 14 Tage ein Selbstmonitoring durchführen und auf Krankheitszeichen achten; bei Auftreten von COVID-19-Symptomen ist das Gesundheitsamt zu informieren, das über das weitere Vorgehen entscheidet.
  • Ab dem 10. Januar 2022 gilt für erst kürzlich genesene Schülerinnen und Schüler, die aus der Isolation zurückgekehrt sind, aber deren positiver Nukleinsäurenachweis (PCR) zur Bestätigung der Infektion noch keine 28 Tage zurückliegt, dass sie bis zum Tag 28 keine PCR-Testnachweise (z. B. im Rahmen der PCR-Pooltestungen an den Grundschulen und Förderzentren) erbringen sollen, um in dieser Phase möglicherweise falsch-positive PCR-Testergebnisse auszuschließen. Sobald sie den Genesenenstatus erreicht haben, unterliegen sie wie alle anderen Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig der Testobliegenheit. Den Schülerinnen und Schülern soll in dieser Übergangszeit nach Möglichkeit eine Gelegenheit zur regelmäßigen Selbsttestung gegeben werden (an den „Pooltestschulen“ i. d. R. durch Teilnahme an den Selbsttests am Montag).

Vorgehen bei Auftreten von Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen – Regelung ab dem 11. November 2021:

  • Bei leichten, neu aufgetretenen, Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen (wie Schnupfen und Husten, aber ohne Fieber) ist ein Schulbesuch allen Schülerinnen und Schülern nur möglich, wenn sie unter Aufsicht in der Schule einen von der Schule bereitgestellten Selbsttest mit negativem Ergebnis durchgeführt haben oder ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 (PCR- oder (vorzugsweise) POC-Antigen-Schnelltest durch ein lokales Testzentrum, einen Arzt oder andere geeignete Stellen) vorgelegt wird. Der Test kann auch während der Erkrankungsphase erfolgen. Dies gilt nicht bei Schnupfen oder Husten allergischer Ursache (z.B. Heuschnupfen), bei verstopfter Nasenatmung (ohne Fieber), bei gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern, d.h. hier ist ein Schulbesuch ohne Test möglich. Betreten Schülerinnen und Schüler die Schule dennoch ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses auf Sars-Cov-2 (PCR- oder POC-Antigen-Schnelltest durch ein lokales Testzentrum, einen Arzt oder andere geeignete Stellen) oder einer ärztlichen Bescheinigung (z.B. bei allergischen oder chronischen Erkrankungen), werden sie in der Schule isoliert und – sofern möglich – von den Eltern abgeholt oder nach Hause geschickt. 
  • Kranke Schülerinnen und Schüler in reduziertem Allgemeinzustand mit Symptomen wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Hals- oder Ohrenschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen nicht in die Schule. Die Wiederzulassung zum Schulbesuch nach einer Erkrankung ist in allen Schularten erst wieder möglich, sofern die Schülerin bzw. der Schüler wieder bei gutem Allgemeinzustand ist [bis auf leichte Erkältungs- bzw. respiratorische Symptome (wie Schnupfen und Husten, aber ohne Fieber) bzw. Symptomen allergischer Ursache – s.o.] und ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 (PCR- oder (vorzugsweise) POC-Antigen-Schnelltestdurch ein lokales Testzentrum, einen Arzt oder andere geeignete Stellen) vorgelegt wird. Der Test kann auch während der Erkrankungsphase erfolgen. Wird die Testung derart verweigert, dass eine Testung nicht durchzuführen ist, so kann die betroffene Schülerin bzw. der betroffene Schüler die Schule wieder besuchen, sofern sie/er keine Krankheitssymptome mehr aufweist und die Schule ab Auftreten der Krankheitssymptome sieben Tage nicht besucht hat.
  • Für das unterrichtende und nicht-unterrichtende Personal gilt, dass diese künftig keine externen Testnachweise mehr erbringen müssen. Es genügt bei leichten Symptomen oder der Rückkehr nach einer Krankheit die Durchführung eines Selbsttests außerhalb der Schule und die Versicherung, dass der Selbsttest negativ war.  Darüber hinaus wird empfohlen, dass sich unterrichtendes und nicht-unterrichtendes Personal mit leichten Erkältungssymptomen (Schnupfen und Husten, aber ohne Fieber) möglichst täglich mittels Selbsttests auf SARS-CoV-2 testet.
  • Eine übersichtliche Zusammenfassung zum Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen
    bei Kindern und Jugendlichen in Schulen finden Sie hier: Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen

Allgemeine und schulspezifische Regelungen zum Infektionsschutz sind in der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ausgeführt.

Weitere aktuelle Informationen kann man beständig auf der Seite des Robert Koch-Institutes abrufen.

Schulleitungen und Lehrkräfte werden gebeten, sich regelmäßig über die aktuellen Vorgaben im Umgang mit dem Coronavirus auf der Seite des Kultusministeriums zu informieren.

Letztes Update: 21.01.2022